Unsere Gemeinde Eitorf hat viel erlebt, vom Kurort zum Industriestandort. Sie stand immer wieder vor neuen Herausforderungen die Zukunft zu gestalten. 

Dieser Gestaltungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen, denn die Abwanderung von Industrie und die damit verbundene steigende Arbeitslosigkeit macht sich in den unterschiedlichen Startchancen, von Kindern aus besser gestellten Familien und Kindern aus bildungsfernen Schichten, bemerkbar. Diese Kluft und eine Gemeinde, die finanziell gekennzeichnet ist vom Mangel machen sich bemerkbar. Das ständige Sparen war die jahrelange Antwort auf viele Fragen in unserer Gemeinde. Dieser Sparwahn hat besonders Kinder, Jugendliche, Familien und Vereine in Eitorf getroffen. Das dies der falsche Weg war, zeigt sich sehr deutlich, dies habe ich in meiner politischen Arbeit immer deutlich kritisiert. 

Nicht nur, dass unsere Sportstätten alle sanierungsbedürftig sind, hinzu kommt die mangelnde Transparenz bei Bauverzögerungen und vielen anderen Vorhaben. Seit Jahren haben die Eitorfer Grundschulkinder keinen Schwimmunterricht. Erst recht nicht, wenn sie von Haus aus nicht die Möglichkeit haben außerhalb der Schule zu schwimmen. 

Die negativen Reaktionen aus der Bevölkerung sind absolut nachvollziehbar. Das fehlende Vertrauen kommt nicht von irgendwoher und muss dringend wiederhergestellt werden. Ich bin überzeugt, dass mehr Beteiligung durch Transparenz erreicht werden kann. 

Es geht mir nicht ausschließlich um den baulichen Zustand unserer Einrichtungen. Nein! Es geht um viel mehr; nämlich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das gemeinsame Leben in Eitorf. Es ist nicht nur Aufgabe der Politik oder durch ehrenamtliches Engagement diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, sondern auch die Aufgabe unserer Verwaltung. Das kommt viel zu kurz. Eine Verwaltung sollte nicht nur nebeneinander herlaufen. Es ist eine Frage der Führung, diese zusammenzuführen. Reden innerhalb der Verwaltung wird helfen und somit auch die Kommunikation nach außen verbessern. Ich will diese Verwaltung zusammenführen und als Team für Eitorf aufbauen. Man wird nicht an die Spitze einer Verwaltung gewählt, um zu verwalten sondern um anzupacken, zu führen und zu gestalten. Dafür werbe ich um Ihr Vertrauen und will in den nächsten fünf Jahren die Verantwortung für Eitorf übernehmen.

Probleme anders angehen

Uns fehlt es in Eitorf nicht an Ideen, sondern an der konsequenten Umsetzung und Realisierung dieser Ideen. Die Art wie wir in Eitorf mit Problemen umgehen, muss sich ändern. Ich maße mir nicht an, für all die vielfältigen Probleme vor der die Gemeinde Eitorf steht, sofort Lösungen zu haben. Aber ich bin überzeugt, dass wir die Art wie wir Probleme angehen, verbessern können. Dazu bringe ich meine jahrelange Erfahrung als Kommunalpolitikerin und auch als Fraktionsvorsitzende der SPD Eitorf mit. Für mich ist die Frage, was eine gute Bürgermeisterin ausmacht, nämlich den Mut zu haben Entscheidungen zu treffen; und nicht das Hinauszögern oder Aussitzen von Entscheidungen. Es ist die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und zu führen.  

Wenn wir gute Entscheidungen selbstbewusst und verständlich kommunizieren, können wir in Eitorf vorwärts kommen. Wenn aber Dinge nicht so laufen wie geplant, dann muss es in der Verwaltung und in der Bevölkerung möglich sein, diese auch ohne Schuldzuweisungen auszusprechen und neue Lösungen zu erarbeiten. Probleme sind da, um gelöst zu werden. Das ist auch eine Frage der Führung, die Verwaltungschefin muss für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da sein. So kann meiner Meinung nach Vertrauen wiederhergestellt werden.

Wieso “Zukunft einfach machen”?

Über 10 Jahre nehme ich wahr, was alles nicht möglich sei, was alles könnte oder sollte. Alles Konjunktive, die uns nicht weiterbringen. Schuldzuweisungen, die die politische Diskussion in unserer Gemeinde vergiften. Wir können aus der Vergangenheit lernen. Aber wir sollten nicht nur in der Vergangenheit leben. 

Mich interessiert die Zukunft unserer Gemeinde. Eine Zukunft, die ich bereit bin mit Ihnen gemeinsam anzupacken. Denn konkretes Handeln bringt uns weiter. Nicht nur über die Zukunft reden, sondern auch machen. Dazu zählen für mich insbesondere die fehlenden Kita-Plätze, eine bürgernahe und moderne Verwaltung, mehr Angebote für Jugendliche, Ausbau von Radwegen, Sauberkeit und Sicherheit, der Wirtschaftsstandort Eitorf mit seinen Unternehmen und Betrieben. Dieser Herausforderung stelle ich mich und bewerbe mich für das Amt als Bürgermeisterin der Gemeinde Eitorf.


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