Das Ende der Kreidezeit!

Unsere Schulen müssen digitaler werden! Die Digitalisierung schreitet voran und hat überall in unserem Alltag Einzug erhalten. Fast jeder Arbeitsplatz hat heute digitale Aspekte. Auch unsere Freizeit wird von digitalen Medien und Techniken zunehmend bestimmt. Deswegen war es richtig, die hierfür vorgesehenen Fördermittel des Bundes zu beantragen. Dennoch, so zeigt uns auch die Corona Krise, hinken wir massiv hinterher. Das muss sich ändern! Wir müssen die Kreidezeit in unseren Schulen beenden.

Warum Digitalisierung in der Bildung nötig ist

Im internationalen Vergleich: Deutschlands Schulen sind kaum digital und holen nur langsam auf. Es geht mir nicht darum modern sein zu wollen. Es gibt für mich drei wichtige Gründe, warum die Digitalisierung der Bildung nötig ist.

Die Schule muss alle Schülerinnen und Schüler auf das Leben vorbereiten. Die Arbeitswelt hat sich stark verändert. Die Transformation vieler Berufe hat längst begonnen. Das Arbeitsleben wird von digitalen Medien und Werkzeugen bestimmt, und dies muss sich auch in der Schulbildung widerspiegeln. Dafür müssen wir besser ausbilden und digitale Kompetenzen stärken. Digitale Fähigkeiten werden zur Kulturtechnik, genau wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Digitale Bildung brauchen wir für die wirtschaftliche Entwicklung in Eitorf – sie ist Bestandteil meines Konzepts für die digitale Wirtschaft in Eitorf.

Zweitens kann die Digitalisierung helfen, Schule und Unterricht besser zu organisieren und die Bildung in allen Bereichen zu unterstützen. Wir können die Kommunikation und die Organisationsarbeit vereinfachen. Die Corona Krise hat diese Entwicklung beschleunigt und gezeigt, dass wir an unseren Schulen viel Nachholbedarf haben. Digitale Medien können topaktuell zur Verfügung gestellt werden und interaktive Inhalte das Lernen verbessern.

Drittens müssen wir die Medien- und Digitalkompetenz der Eitorfer Schülerinnen und Schüler sicherstellen. Die Digitalisierung bringt viele Chancen – birgt aber auch Gefahren. Wir müssen unseren Kindern schon früh beibringen, wie sie damit umgehen und Probleme meistern können und damit in der Lage sind, Gefahren besser zu beurteilen.

So gelingt die Digitalisierung der Schulen

Zu einem Digitalkonzept für die Eitorfer Schulen gehört dazu, dass wir zunächst wichtige Voraussetzungen schaffen müssen. Für einen effizienten, medial unterstützten Unterricht brauchen wir eine gute Infrastruktur. Dazu gehören sowohl ein schneller Breitbandanschluss, als auch leistungsfähiges WLAN, Cloud-Speicher und Notebooks oder Tablets. Besonders wichtig ist mir, dass die Lehrerinnen und Lehrer mit diesen Geräten und Techniken top umgehen können. Wir müssen die Lehrer also ständig schulen und weiterbilden.

Gute Hardware allein bringt aber noch lange keinen besseren Unterricht. Deshalb muss ein didaktisches und pädagogisches Konzept erarbeitet werden. Dabei muss im Mittelpunkt stehen, wie die Schüler besser auf die digitalisierte Welt vorbereitet werden und gleichzeitig das Lernen erleichtert werden kann. Das darf aber nicht in jeder Schule einzeln passieren! Ich schlage deshalb vor, dass die Eitorfer Schulen gemeinsam einen einheitlichen Ansatz schaffen. Die Digitalisierung und digitale Unterrichtsmethoden sollten in die Lehrpläne aller Fächer eingearbeitet werden.

Dann erst sollte die entsprechende Hardware angeschafft werden. Mir ist wichtig, dass die Lehrerinnen und Lehrer sich dann in erster Linie auf guten Unterricht konzentrieren können und nicht technische Probleme der digitalen Lehrmittel lösen müssen. Es braucht also auch eine kompetente Schuladministration, die technische Unterstützung und Wartung bereitstellt. Leider wurde erst kürzlich eine Stelle in diesem Bereich nicht verlängert. Diese Arbeit muss zentral koordiniert werden.

Fazit

Schaffen wir es, die Digitalisierung umzusetzen, können wir Schule und Bildung nachhaltig verändern. Es ist dabei so viel möglich und denkbar! Die Digitalisierung stellt also eine große Chance für die Eitorfer Schulen dar. Der Start muss aber ein pädagogisch sinnvolles Digital-Konzept sein. Ideen dafür gibt es genug. Wir müssen nun organisieren, dieses Projekt auch schnell und effizient umzusetzen. Dabei möchte ich helfen, gemeinsam mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern, meine eigene Kompetenz einzubringen.

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Kategorien: Bildung

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