Die Belebung der heimischen Wirtschaft ist immer ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Auf einige dieser Faktoren haben wir als Gemeinde Einfluss, auf andere nicht. So können wir beispielsweise an der geografischen bzw. topografischen Situation Eitorfs nur durch massive bauliche Tätigkeiten, die mit erheblichen Kosten verbunden wären, ändern. Das sollte man zwar im Hinterkopf behalten, ist aber nicht langfristig mein Ziel. Im Trialog mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik möchte ich unsere Entwicklungspotenziale auszuschöpfen und neue Impulse geben. Dies kann ich mir im Rahmen eines Wirtschaftsbeirats vorstellen. Basis ist die Modernisierung der Infrastruktur. Ich möchte den Fokus auf weichere Faktoren setzen:  

1) Gewerbeflächen

Es gilt ausreichend Flächen für Gewerbetreibende zur Verfügung zu stellen. Das muss nicht immer bedeuten, dass neue Flächen geschaffen werden müssen, nein auch die Verdichtung bestehender, oder auch nicht genutzter Flächen möchte ich stärker betrachten. Ich will gemeinsam mit der Eitorfer Entwicklungsgesellschaft Möglichkeiten erarbeiten, um entwicklungswürdige Flächen und Gebäude wieder zurückzukaufen, oder sich stärker an der Vermarktung interessanter Flächen und Gebäude zu beteiligen.

2) Schnelles Internet

Leider wurde das Thema Breitbandanschluss in den letzten Jahren zu stark nur aus dem Kontext einer privaten Nutzung betrachtet. Der schnelle Zugang zum Internet bietet vielseitige Möglichkeiten für Betriebe und Industrien, von denen wir in Eitorf nie zu träumen wagten. Der breite Markt der Dienstleistern von Informationstechnologien muss stärker wahrgenommen werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Eitorf mit seiner liebenswerten naturnahen Ortslage, guter Bahnanbindung und einem Kulturangebot durchaus einen Schritt in Richtung Zukunft wagen muss.

3) Wohnraum

Optimale Bedingungen für eine wirtschaftliche Entwicklung schafft man dort, wo Arbeitsplätze und Wohngebiete in einem annehmbaren Rahmen entfernt sind. Nun haben wir in Eitorf, angesichts unserer gute Anbindung zur Bahn, gute Voraussetzungen für eine reine Pendler-Kommune. Darauf möchte ich mich aber nicht alleine Verlassen, denn die Gewerbesteuereinnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil des Eitorfer Gemeindehaushaltes und ermöglichen uns genau die Investitionen zu tätigen, die wir in Zukunft brauchen.

4) Bildung

Der Bildungsstandort ist entscheidend für eine langfristige Entwicklung. Ich setze mich dafür ein, dass der bestehende Bildungsstandort in Eitorf bestehen bleibt und gestärkt wird. Mit einer Aufwertung von kommunaler Bildung, Kultur und Orten der Begegnung wie das Theater am Park will ich stärken. Bildung bedeutet dabei mehr als Lernen. Bildung ist die Eintrittskarte für unsere Gesellschaft. Bildung ist Teilhabe. Einrichtungen müssen für die Menschen erreichbar sein. Deswegen dürfen Bildungseinrichtungen, kulturelle Einrichtungen nicht als “freiwillige Leistungen” nach Belieben weggespart werden. 

5) Moderne Verwaltung

Eine moderne Verwaltung zeichnet sich durch Offenheit und Transparenz aus, sie ist ansprechbar und kümmert sich. Ich verstehe sie als Dienstleistung für den Bürger. Sie ist das Aushängeschild einer Gemeinde. Die ersten Ansätze, die wir seinerzeit mit der Universität Siegen erarbeitet hatten, waren vielversprechend. Leider hat der Elan von damals heute wieder etwas an Reiz verloren. Das möchte ich ändern, ich möchte eine Verwaltung führen in der sich jeder Mitarbeiter als Teil eines großen Teams versteht. Die Motivation und Leistungsbereitschaft jeden und jeder einzelnen ist relevant für die Außenwahrnehmung einer Gemeindeverwaltung. Jeder sollte ansprechbar sein, offen für konstruktive Vorschläge und eine offene Kommunikation pflegen. Ich biete an, diesem Weg voranzugehen.


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Kategorien: Wirtschaft

1 Kommentar

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Barbara Fischer · 4. September 2020 um 21:47

Die wunderbare Natur um Eitorf herum sollte erhalten bleiben.Gerade die besondere Naturnähe muss bleiben ja sogar noch mehr Zuwendung und Pflege finden.Das Potentzial ist hier zu finden.IMit einem Sport ,Freizeit und einem hohen Kullturangebot.Konzeptläden entstehen lassen und Jungunternehmer die Chance zum Einstieg geben.Keine grossen Industriegebäude bauen sondern eher kleine Bereiche neu entstehen lassen.Handwerk fördern,Konzeptläden mit neuen zeitgemässen Angeboten,mit Schoeller wieder einig werden um hier ein Kunst und Kulturzentrum zu schaffen.Die Biobauern im Umfeld fördern und ihnen die Möglichkeiten bieten ihre Produkte regelmässig vorzustellen.Neue Berufsbereiche schaffen für Langzeitarbeitslose.Soziale Dienste hierfür ausbauen.Die Städte machen so etwas vor.Das Angebot zur Förderung der Jugend steigern und schaffen.Hierfür Musik und Kunstschulen fördern.Die Menschen sensibel machen für die negativen Veränderungen in der Umwelt und hier Berufszweige schaffen und fördern.

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